Clarice: Das Andere Sprechen

Videomitschnitt

In einer Welt mit 7000 Sprachen und 195 Staaten ist die Idee einer einheitlichen Landessprache absurd. Analy Nágila spricht Deutsch mit Akzent und weigert sich, einem homogenen Duktus zu folgen. Ihre Performance nutzt Portugiesisch, Deutsch (mit Akzent), Gebärdensprache und den eigenen Körper, um eine durchlässige Sprache zu entwickeln.

Inspiriert von Clarice Lispectors "Nahe dem wilden Herzen" lässt sie Romanfiguren und persönliche Erfahrungen miteinander verschmelzen. Im Zusammenspiel mit Live-Musik von zwei südamerikanischen Musiker*innen wird die Hybridisierung der drei Sprachen auch in der Musik erfahrbar.

»Clarice: Das Andere Sprechen« mäandert zwischen Sprachen, ohne Hierarchie. Dieser künstlerische Bruch mit Sprachnormen und Hierarchien ermöglicht ein Sprechen, das Minderheitenstimmen repräsentiert. Akzente werden nicht als Mangel betrachtet, sondern als Zeichen von Mehrsprachigkeit und kulturellem Reichtum. Die Performance lädt das Publikum ein, die Vielfalt der Sprachen zu feiern und die künstlerische Kraft der Hybridität zu erleben.

Wissenswertes:
Die Performance ist dreisprachig: Deutsche Lautsprache, Portugiesisch und Deutsche Gebärdensprache

Premiere:
12.04.2024
Lichthof Theater, Hamburg 

Pressebesprechung:
hamburgtheater

Credits:
Performance, Dramaturgie, Konzept und Choreographie:
Analy Nágila Gesang: Morín Alejandra González Mena / Percussion: Julio César Celis Rodriguez / Komposition: Morín Alejandra González Mena und Julio César Celis Rodriguez / Videoperformance: Renate Dorn Regie: Roland Matthies / Bühnenbild: Michael Böhler/ Licht: Lars Kracht / Kostümbild: Johanna Winkler / Access Beratung Gebärdensprache: Renate Dom und Sema Cagla / Öffentlichkeitsarbeit: STÜCKLIESEL / Graphikdesign: Raphael Freire / Photographie: G2 Baraniak / Videographie: Catalina Gonzalez Gonzalez

Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg , Behörde für Kultur und Medien, Hamburgische Kulturstiftung und die KUNSTKLINIK